Handelshölzer

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H. G. Richter und M. J. Dallwitz

Sorbus torminalis (L.) Crantz (Elsbeere, service berry)

Nomenklatur etc. ROSACEAE. Syn.: Torminaria clusii M. Roem. Handelsname: Elsbeere, Arlsbeere (DE); alisier, sorbier alisier (FR); checker tree, wild service tree (GB); baccarello, ciavardello (IT); aliso terminal, mostajo (ES); barkócafa (HU). Nicht geschützt gemäß CITES Regeln.

Beschreibung basiert auf 6 Mustern. Baum, oder Strauch. Geographische Verbreitung: Europa ohne Mittelmeergebiet, oder Mittelmeergebiet einschließlich Nordafrika und Mittlerer Osten.

Allgemein. Zuwachszonengrenzen deutlich erkennbar. Kernholz leicht rosa braun. Splintholz entspricht farblich dem Kernholz, oder farblich deutlich vom Kernholz abgesetzt. Geruch des Holzes nicht ausgeprägt oder nicht vorhanden. Rohdichte 0,65–0,75 g/cm3. Mit regelmäßigem Farbkern with regular heartwood.

Gefäße. Gefäße vorhanden. Holz zerstreutporig. Gefäße ohne spezifische Anordnung, ausschließlich solitär oder gruppiert, meist in kurzen (2–3 Zellen) radialen Reihen. Umriß der solitären Gefäße rund, oder unregelmäßig. Zwei deutlich verschiedene Gefäßdurchmesserklassen nicht vorhanden. Überwiegend solitär, in einzelnen Mustern auch mit größeren Anteilen von kleinen Gefäßgruppen. Tangentialer Gefäßdurchmesser: 40–60 µm; klein. Anzahl der Gefäße/mm2: 100–150; Gefäße pro mm2 sehr zahlreich. Gefäßdurchbrechungen einfach. Durchbrechungen in der Regel einfach; in sehr kleine Gefäßen kommen gelegentlich auch leiter- bis netzförmige Durchbrechungen vor (diagnostisch nicht relevant). Anordnung der Gefäßtüpfel gegenständig oder wechselständig, Durchmesser (vertikal) der Gefäßtüpfel: 5–7 µm, Durchmesser (vertikal) der Gefäßtüpfel klein, Tüpfel nicht verziert. Selten, wenig kompakt, gerundet. Kreuzungsfeldtüpfel deutlich behöft, Größe und Form ähnlich den Gefäßtüpfeln. Spiralige Gefäßverdickungen vorhanden, in kleinen und großen Gefäßen, im gesamten Gefäßelement. Thyllen nicht vorhanden. Andere Inhalte in Kernholzgefäßen vorhanden, rötlich braun, selten.

Tracheiden und Fasern. Vaskulare oder vasizentrische Tracheiden sporadisch oder nicht vorhanden. Fasern von mittlerer Wanddicke. Faserlänge: 800–1200(–1700) µm. Faserlänge mittel. Fasertüpfel auf Radial- und Tangentialwänden, deutlich behöft. Spiralige Verdickungen in Fasern nicht vorhanden. Fasern nicht septiert. Faseranteil um 40% (Wagenführ 1985) fibre proportion around 40% (Wagenführ 1985).

Axialparenchym. Axialparenchym vorhanden, gebändert oder nicht gebändert. Parenchymbänder marginal (oder scheinbar marginal), schmal, bis zu 3 Zellen breit. Axialparenchym apotracheal. Apotracheales Axialparenchym diffus, oder diffus-zoniert. Axialparenchym strangförmig. Anzahl der Zellen pro Strang: 3–5.

Holzstrahlen. Anzahl je mm: 8–13, Holzstrahlen mehrreihig (auch wenn nur vereinzelt), Holzstrahlen 1–3 Zellen breit, schmal (meist 2–3 reihig). Holzstrahlen, bei denen der mehrreihige Mittelteil so breit ist wie die einreihigen Enden, nicht vorhanden. Zusammengesetzte Holzstrahlen nicht vorhanden. Holzstrahlen in 2 deutlich verschiedenen Größen nicht vorhanden. Höhe der großen Holzstrahlen bis 500 µm. Holzstrahlen aus einem Zelltyp aufgebaut (homozellular), oder aus zwei oder mehr Zelltypen aufgebaut (heterozellular); Zellen liegend. Heterozellulare Holzstrahlen mit quadratischen und aufrechten Zellen nur in den äußeren Reihen, mit 1 Reihe Kantenzellen. Scheidenzellen nicht vorhanden. Ziegelzellen nicht vorhanden. Durchbrechungen in Holzstrahlzellen nicht vorhanden. Disjunktive Wände der Holzstrahlzellen nicht ausgeprägt oder nicht vorhanden. Heterozellulare Holzstrahlen relativ häufig.

Stockwerkbau. Stockwerkbau nicht vorhanden.

Sekretstrukturen. Öl- und Schleimzellen nicht vorhanden. Interzellularkanäle nicht vorhanden. Milchröhren oder Tanninröhren nicht vorhanden.

Kambiale Besonderheiten. Eingeschlossenes Phloem nicht vorhanden. Andere kambiale Abweichungen nicht vorhanden.

Mineralische Einschlüsse. Kristalle vorhanden (extrem selten) oder nicht beobachtet, prismatisch, in Axialparenchymzellen. Kristallführende Axialparenchymzellen gekammert. Anzahl der Kristalle pro Zelle oder Kammer: 1. Silica nicht beobachtet.

Physikalische und chemische Tests. Kernholz nicht fluoreszierend.

Illustrations. • Transverse section. Sorbus torminalis. • Tangential section. Sorbus torminalis. • Radial section. Sorbus torminalis.


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Zitieren Sie diese Veröffentlichung als: ‘Richter, H.G., and Dallwitz, M.J. 2000 onwards. Commercial timbers: descriptions, illustrations, identification, and information retrieval. In English, French, German, Portuguese, and Spanish. Version: 25th June 2009. http://delta-intkey.com’.

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