Handelshölzer

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H. G. Richter und M. J. Dallwitz

Pterogyne nitens Tulasne (Yvyraro)

Nomenklatur etc. FABACEAE-MIMOSOIDEAE. Handelsname: yvyraro (PY); viraro, tipa colorada, tipa, tipila, palo mortero, cocal, ibiraro, palo rosa, palo coca (AR); amendoim, amendoim bravo, viraro (BR). Nicht geschützt gemäß CITES Regeln.

Beschreibung basiert auf 6 Mustern. Baum. Geographische Verbreitung: Südbrasilien und temperiertes Südamerika.

Allgemein. Zuwachszonengrenzen deutlich erkennbar. Zuwachszonengrenzen durch 2–3-reihige, nicht immer durchgehende marginale Parenchymbänder und Verdickung der Holzstrahlen markiert. Kernholz braun und rot, ohne Farbstreifen. Splintholz farblich deutlich vom Kernholz abgesetzt. Geruch des Holzes ausgeprägt (schwach ausgeprägt). Rohdichte 0,77 g/cm3.

Gefäße. Gefäße vorhanden. Holz zerstreutporig. Gefäße ohne spezifische Anordnung, gruppiert, meist in kurzen (2–3 Zellen) radialen Reihen und Nestern. Umriß der solitären Gefäße rund. Zwei deutlich verschiedene Gefäßdurchmesserklassen nicht vorhanden. Tangentialer Gefäßdurchmesser: 120–160 µm; groß. Anzahl der Gefäße pro mm2 sehr wenige und wenige. Gefäßdurchbrechungen einfach. Anordnung der Gefäßtüpfel wechselständig, Durchmesser (vertikal) der Gefäßtüpfel: 5–7 µm, Durchmesser (vertikal) der Gefäßtüpfel klein, Tüpfel verziert. Kreuzungsfeldtüpfel deutlich behöft, Größe und Form ähnlich den Gefäßtüpfeln, in einer Holzstrahlzelle alle gleichartig, in den durch Tüpfel verbundenen Zellen vom gleichen Typ, im gesamten Holzstrahl vorhanden. Spiralige Gefäßverdickungen nicht vorhanden. Thyllen nicht vorhanden. Andere Inhalte in Kernholzgefäßen vorhanden, braune bis schwarze organische Inhalte.

Tracheiden und Fasern. Vaskulare oder vasizentrische Tracheiden sporadisch oder nicht vorhanden. Fasern von mittlerer Wanddicke. Fasertüpfel überwiegend auf Radialwände beschränkt, einfach bis undeutlich behöft. Spiralige Verdickungen in Fasern nicht vorhanden. Fasern nicht septiert.

Axialparenchym. Axialparenchym vorhanden, gebändert und nicht gebändert. Parenchymbänder marginal (oder scheinbar marginal), schmal, bis zu 3 Zellen breit. Axialparenchym paratracheal. Paratracheales Axialparenchym vasizentrisch und konfluent. Axialparenchym strangförmig. Anzahl der Zellen pro Strang: 2–4. Nicht lignifiziertes Axialparenchym nicht vorhanden. Parenchymstränge in Kontakt mit den Gefäßen meist 4-reihig.

Holzstrahlen. Holzstrahlen vorhanden, Anzahl je mm: 7–10, mehrreihig (auch wenn nur vereinzelt), 2–3 Zellen breit, schmal (meist 2–3 reihig). Holzstrahlen, bei denen der mehrreihige Mittelteil so breit ist wie die einreihigen Enden, nicht vorhanden. Zusammengesetzte Holzstrahlen nicht vorhanden. Holzstrahlen in 2 deutlich verschiedenen Größen nicht vorhanden. Höhe der großen Holzstrahlen bis 500 µm. Holzstrahlen aus einem Zelltyp aufgebaut (homozellular); Zellen liegend. Scheidenzellen nicht vorhanden. Ziegelzellen nicht vorhanden. Durchbrechungen in Holzstrahlzellen nicht vorhanden. Disjunktive Wände der Holzstrahlzellen nicht ausgeprägt oder nicht vorhanden.

Stockwerkbau. Stockwerkbau vorhanden, alle Holzstrahlen stockwerkartig, Axialparenchym stockwerkartig, Gefäßelemente stockwerkartig, Fasern stockwerkartig. Anordnung der Stockwerke regelmäßig (horizontal oder schräg). 3–4 Stockwerke (Holzstrahlen)/mm (axial).

Sekretstrukturen. Öl- und Schleimzellen nicht vorhanden. Interzellularkanäle nicht vorhanden. Milchröhren oder Tanninröhren nicht vorhanden.

Kambiale Besonderheiten. Eingeschlossenes Phloem nicht vorhanden. Andere kambiale Abweichungen nicht vorhanden.

Mineralische Einschlüsse. Kristalle vorhanden, prismatisch, in Holzstrahlzellen und in Axialparenchymzellen. Kristallführende Holzstrahlzellen liegend. Kristalle nicht in radialen Reihen. Kristallführende Axialparenchymzellen gekammert. Anzahl der Kristalle pro Zelle oder Kammer: 1. Kristallhaltige Zellen normal groß. Zystolithen nicht vorhanden. Kristalle sehr häufig in geteilten und ungeteilten Kantenzellen der Holzstrahlen. Silica nicht beobachtet.

Physikalische und chemische Tests. Kernholz fluoreszierend (gelbe Fluoreszenz, manchmal in Streifen). Wässriger Extrakt nicht fluoreszierend; farblos bis braun oder bräunlich. Kernstoffe nicht auswaschbar in Kontakt mit Wasser. Äthanolextrakt nicht fluoreszierend. Farbe des Äthanolextraktes farblos bis braun oder bräunlich. Chrom-Azurol-S-Test negativ. Schaumtest negativ. "Burning splinter test": Splitter verbrennt zu Holzkohle.

Illustrations. • Transverse section. Pterogyne nitens. • Tangential section. Pterogyne nitens. • Radial section. Pterogyne nitens.


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Zitieren Sie diese Veröffentlichung als: ‘Richter, H.G., and Dallwitz, M.J. 2000 onwards. Commercial timbers: descriptions, illustrations, identification, and information retrieval. In English, French, German, Portuguese, and Spanish. Version: 25th June 2009. http://delta-intkey.com’.

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