Handelshölzer

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H. G. Richter und M. J. Dallwitz

Enterolobium contortisiliquum (Vell.) Morong & Britton (Timbó)

Nomenklatur etc. FABACEAE-MIMOSOIDEAE. Syn.: Enterolobium timbouva Mart. Handelsname: timbó (PY); timbó, timbó colorado, pará, cambá-cambí, timbó-pyita, t. colorado, t. cedro, oreja de negro, pacará (AR); toco, oreja de abuela (BO); tamboril, timbuva, orelha de negro (BR). Nicht geschützt gemäß CITES Regeln.

Beschreibung basiert auf 10 Mustern. Baum. Geographische Verbreitung: tropisches Südamerika, Südbrasilien, und temperiertes Südamerika.

Allgemein. Zuwachszonengrenzen undeutlich oder nicht erkennbar. Kernholz braun rot, mit Farbstreifen. Splintholz farblich deutlich vom Kernholz abgesetzt. Geruch des Holzes nicht ausgeprägt oder nicht vorhanden. Rohdichte 0,43 g/cm3.

Gefäße. Gefäße vorhanden. Holz zerstreutporig. Gefäße ohne spezifische Anordnung, gruppiert, meist in kurzen (2–3 Zellen) radialen Reihen und Nestern. Umriß der solitären Gefäße rund. Zwei deutlich verschiedene Gefäßdurchmesserklassen nicht vorhanden. Tangentialer Gefäßdurchmesser: 90–200–380 µm; groß. Anzahl der Gefäße/mm2: 2–5; Gefäße pro mm2 sehr wenige. Gefäßdurchbrechungen einfach. Anordnung der Gefäßtüpfel wechselständig, Durchmesser (vertikal) der Gefäßtüpfel: 9–11 µm, Durchmesser (vertikal) der Gefäßtüpfel mittel, Tüpfel verziert. Kreuzungsfeldtüpfel deutlich behöft, Größe und Form ähnlich den Gefäßtüpfeln, in einer Holzstrahlzelle alle gleichartig, in den durch Tüpfel verbundenen Zellen vom gleichen Typ, im gesamten Holzstrahl vorhanden. Spiralige Gefäßverdickungen nicht vorhanden. Thyllen nicht vorhanden. Andere Inhalte in Kernholzgefäßen vorhanden, Organische Inhalte hell braun.

Tracheiden und Fasern. Vaskulare oder vasizentrische Tracheiden sporadisch oder nicht vorhanden. Fasern sehr dünnwandig und von mittlerer Wanddicke. Faserlänge: 800–900 µm. Faserlänge kurz. Fasertüpfel überwiegend auf Radialwände beschränkt, einfach bis undeutlich behöft. Spiralige Verdickungen in Fasern nicht vorhanden. Fasern nicht septiert.

Axialparenchym. Axialparenchym vorhanden, nicht gebändert. Axialparenchym paratracheal. Paratracheales Axialparenchym vasizentrisch und konfluent. Axialparenchym strangförmig. Anzahl der Zellen pro Strang: 2–4. Nicht lignifiziertes Axialparenchym nicht vorhanden.

Holzstrahlen. Holzstrahlen vorhanden, Anzahl je mm: 2–4, mehrreihig (auch wenn nur vereinzelt), (1–)2–4(–5) Zellen breit, schmal (meist 2–3 reihig) und von mittlerer Breite (meist 3–5 reihig). Holzstrahlen, bei denen der mehrreihige Mittelteil so breit ist wie die einreihigen Enden, nicht vorhanden. Zusammengesetzte Holzstrahlen nicht vorhanden. Holzstrahlen in 2 deutlich verschiedenen Größen nicht vorhanden. Höhe der großen Holzstrahlen bis 500 µm. Holzstrahlen aus einem Zelltyp aufgebaut (homozellular); Zellen liegend. Scheidenzellen nicht vorhanden. Ziegelzellen nicht vorhanden. Durchbrechungen in Holzstrahlzellen nicht vorhanden. Disjunktive Wände der Holzstrahlzellen nicht ausgeprägt oder nicht vorhanden.

Stockwerkbau. Stockwerkbau nicht vorhanden.

Sekretstrukturen. Öl- und Schleimzellen nicht vorhanden. Interzellularkanäle nicht vorhanden. Milchröhren oder Tanninröhren nicht vorhanden.

Kambiale Besonderheiten. Eingeschlossenes Phloem nicht vorhanden. Andere kambiale Abweichungen nicht vorhanden.

Mineralische Einschlüsse. Kristalle vorhanden, prismatisch, in Holzstrahlzellen und in Axialparenchymzellen. Kristallführende Holzstrahlzellen liegend. Kristalle nicht in radialen Reihen. Kristallführende Axialparenchymzellen gekammert. Anzahl der Kristalle pro Zelle oder Kammer: 1. Kristallhaltige Zellen normal groß. Zystolithen nicht vorhanden. Kristallführende, gekammerte Parenchymstränge meist nur am Rand der Parenchyminseln um die Gefäße; Kristalle in Holzstrahlen sehr selten. Silica nicht beobachtet.

Physikalische und chemische Tests. Kernholz fluoreszierend (gelb; Gefäßinhalte stark fluoreszierend). Wässriger Extrakt nicht fluoreszierend; farblos bis braun oder bräunlich. Kernstoffe nicht auswaschbar in Kontakt mit Wasser. Äthanolextrakt fluoreszierend (hell gelb). Farbe des Äthanolextraktes farblos bis braun oder bräunlich. Chrom-Azurol-S-Test negativ. Schaumtest positiv. "Burning splinter test": Splitter verbrennt formbeständig zu Asche (während der Verbrennung springen viele Funken). Aschenfarbe nicht weiß, grau, gelb und braun (schwärzlich).

Illustrations. • Transverse section. Enterolobium contortisiliquum. • Tangential section. Enterolobium contortisiliquum. • Radial section. Enterolobium contortisiliquum.


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Zitieren Sie diese Veröffentlichung als: ‘Richter, H.G., and Dallwitz, M.J. 2000 onwards. Commercial timbers: descriptions, illustrations, identification, and information retrieval. In English, French, German, Portuguese, and Spanish. Version: 25th June 2009. http://delta-intkey.com’.

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