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H. G. Richter und M. J. Dallwitz

Nectandra lanceolata Nees (Laurel moroti)

Nomenklatur etc. LAURACEAE. Syn.: Nectandra lanceolata Nees var. grandifolia Mez, Nectandra lanceolata Nees var. parvifolia Mez, Nectandra lanceolata Nees var. paraguariensis Hassler. Handelsname: laurel moroti, laurel (PY); ayuí-saiyú, canela loro, laurel canela, laurel amarillo, canela, canela de brejo (AR); canela, canela amarela, canela bosta, canela branca, louro, canela fedorenta, espora-de-galo, canela-da-várzea, canela vermelha (BR). Nicht geschützt gemäß CITES Regeln.

Beschreibung basiert auf 6 Mustern. Baum. Geographische Verbreitung: Südbrasilien und temperiertes Südamerika.

Allgemein. Zuwachszonengrenzen deutlich erkennbar. Zuwachszonengrenzen durch ein Band dickwandiger und radial abgeflachter Faserb markiert (Spätholz). Kernholz gelb. Rohdichte 0,5–0,6 g/cm3.

Gefäße. Gefäße vorhanden. Holz zerstreutporig. Gefäße ohne spezifische Anordnung, gruppiert, meist in kurzen (2–3 Zellen) radialen Reihen. Umriß der solitären Gefäße rund. Zwei deutlich verschiedene Gefäßdurchmesserklassen nicht vorhanden. Tangentialer Gefäßdurchmesser: 30–95–190 µm; mittel. Anzahl der Gefäße/mm2: 7–20; Gefäße pro mm2 wenige. Gefäßgliedlänge: 250–450–750 µm. Gefäßgliedlänge mittel. Gefäßdurchbrechungen einfach. Anordnung der Gefäßtüpfel leiterförmig und wechselständig, Durchmesser (vertikal) der Gefäßtüpfel: 10–13 µm, Durchmesser (vertikal) der Gefäßtüpfel groß, Tüpfel nicht verziert. Leiterförmige Durchbrechungen selten, nut in kleinen Gefäßen. Kreuzungsfeldtüpfel mit stark reduzierten Höfen oder scheinbar einfach, unterscheiden sich von den Gefäßtüpfeln, isodiametrisch und gestreckt, in einer Holzstrahlzelle in zwei deutlich verschiedenen Größen oder Typen, in den durch Tüpfel verbundenen Zellen vom gleichen Typ, im gesamten Holzstrahl vorhanden. Spiralige Gefäßverdickungen nicht vorhanden. Thyllen vorhanden, dünnwandig. Andere Inhalte in Kernholzgefäßen nicht beobachtet.

Tracheiden und Fasern. Vaskulare oder vasizentrische Tracheiden sporadisch oder nicht vorhanden. Fasern sehr dünnwandig und von mittlerer Wanddicke. Faserlänge: 600–1300 µm. Faserlänge mittel. Fasertüpfel überwiegend auf Radialwände beschränkt, einfach bis undeutlich behöft. Spiralige Verdickungen in Fasern nicht vorhanden. Fasern ausschließlich septiert. Septierte Fasern gleichmäßig verteilt. Fasern mit 2–3(-5) Septen.

Axialparenchym. Axialparenchym vorhanden, nicht gebändert. Axialparenchym paratracheal. Paratracheales Axialparenchym spärlich und vasizentrisch. Axialparenchym strangförmig. Anzahl der Zellen pro Strang: 4–6(–8). Nicht lignifiziertes Axialparenchym nicht vorhanden.

Holzstrahlen. Holzstrahlen vorhanden, Anzahl je mm: 5–8, mehrreihig (auch wenn nur vereinzelt), 2–3 Zellen breit, schmal (meist 2–3 reihig). Holzstrahlen, bei denen der mehrreihige Mittelteil so breit ist wie die einreihigen Enden, nicht vorhanden. Zusammengesetzte Holzstrahlen nicht vorhanden. Holzstrahlen in 2 deutlich verschiedenen Größen nicht vorhanden. Höhe der großen Holzstrahlen meist 500 bis 1000 µm. Holzstrahlen aus zwei oder mehr Zelltypen aufgebaut (heterozellular). Heterozellulare Holzstrahlen mit quadratischen und aufrechten Zellen nur in den äußeren Reihen, mit 1 Reihe Kantenzellen. Scheidenzellen nicht vorhanden. Ziegelzellen nicht vorhanden. Durchbrechungen in Holzstrahlzellen nicht vorhanden. Disjunktive Wände der Holzstrahlzellen nicht ausgeprägt oder nicht vorhanden.

Stockwerkbau. Stockwerkbau nicht vorhanden.

Sekretstrukturen. Öl- und Schleimzellen vorhanden, assoziiert mit Axialparenchym, Holzstrahlparenchym, und Fasern. Öl- und Schleimzellen in zwei verschiedenen Größen: zum einen lang und mit geringem Durchmesser, zum anderen kurz und gedrungen; im Querschnitt ähneln sie axialen Harzkanälen. Interzellularkanäle nicht vorhanden. Milchröhren oder Tanninröhren nicht vorhanden.

Kambiale Besonderheiten. Eingeschlossenes Phloem nicht vorhanden. Andere kambiale Abweichungen nicht vorhanden.

Mineralische Einschlüsse. Kristalle vorhanden, nadelförmig und in anderen Formen, in Holzstrahlzellen und in Fasern. Kristallführende Holzstrahlzellen aufrecht oder quadratisch und liegend. Zystolithen nicht vorhanden. Kristalline Blöcke in den Faserlumina. Silica nicht beobachtet.

Illustrations. • Transverse section. Nectandra lanceolata. • Tangential section. Nectandra lanceolata. • Radial section. Nectandra lanceolata.


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Zitieren Sie diese Veröffentlichung als: ‘Richter, H.G., and Dallwitz, M.J. 2000 onwards. Commercial timbers: descriptions, illustrations, identification, and information retrieval. In English, French, German, Portuguese, and Spanish. Version: 25th June 2009. http://delta-intkey.com’.

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